Studenten schließen Baulücke in der Lebacher Straße!

Studenten schließen im Auftrag von Stadtteilverein Baulücke in der Lebacher Straße!

 

Die Stimmung war während der Präsentation des Baulückenschlusses locker und
gelöst. Erstaunlich, hatte man sich doch getroffen, um  über ein Ärgernis zu
debattieren: Was tun mit einem Grundstück, welches seit Jahren eher als
Müllkippe, denn als Baufeld dient?
Immerhin sind mittlerweile die Holzbaracken als „Kristallationskern“ der
Vermüllung beseitigt. In ihnen hatten sich zu guter Schluss neben Sperrmüll
und sonstigem Unrat auch Ratten aufgehalten. Grund genug für die Anwohner
und dem Stadtteilverein Malstadt – gemeinsam stark, e.V.
(MaGS), die Initiative zu ergreifen und eine Beseitigung des Unrates
einzufordern.

Am Abend selbst im „Eule-mobil“ Büro des Diakonischen Werkes an der Ecke
Lebacher/Leipziger Straße ging es dann um den kreativen Teil des
Vorhabens: Das dritte Semester der htw-Architekturstudenten hatte von
Professorin Eva Hartnack den Auftrag erhalten, neben der direkten
Beschäftigung mit dem Baulückenschluss auch Untersuchungen zum baulichen
Umfeld durchzuführen. Was mit Sicherheit für ein größeres Verständnis für
die Probleme Malstatts sorgte!

Klar war aber auch, dass es sich bei den Entwürfen erst mal „nur“ um
Trockenentwürfe handelt: das Baugrundstück ist in privater Hand!

Und so war bei den Studenten-Präsentationen ein breites Spektrum des
Wünschbaren, Machbaren und Visionären dabei: Von der konventionellen
Fassade, über das Betondach und der Glasfassade bis zum „Wohnen in
Betonröhren“ war alles dabei.
Gewürzt wurde das ganze durch die Fragen des aufmerksamen Auditoriums, wie
beispielsweise die nach den Parkplätzen oder den vermissten Balkonen. Dies
forderte wiederum die Studenten heraus, ihre Entwürfe an den Wünschen der
potentiellen Bewohner auszurichten.

Wichtig war den Studenten wie den Stadtteilbewohnern die soziale
Komponente: Wie schafft man es, neben einem architektonisch anspruchsvollen
Entwurf die soziale Komponente, sprich Bezahlbarkeit des Wohnraumes,
sicherzustellen?

Einig waren sich am Ende die htw- sowie die Stadtteilvertreter, dass alle
gewonnen hatten:
Die 15 Studenten, die an ihren Präsentationen feilen und die Ansprüche ihrer
zukünftigen Kunden kennenlernten und die ca. 20 Anwohner, die mit tollen
neuen Wohn-Ideen für das Leben in ihrem Viertel beglückt wurden.