Das 50-Millionen-Projekt

Landesverkehrsministerium präsentierte Pläne zum Messe-Anschluss

 

Ob die Autobahn-Anschlussstelle am Messegelände je kommt, ist fraglich. Die Verhandlungen mit der Bundesregierung stehen erst am Anfang, sagte Astrid Klug, Abteilungsleiterin im saarländischen Verkehrsministerium.
Täglich Staus auf der Stadtautobahn und keine direkte Verbindung zu den Saarterrassen – das soll sich mithilfe einer Autobahnanschlussstelle am Messegelände ändern. Astrid Klug, Abteilungsleiterin für Energie und Verkehr im Verkehrsministerium, und die Ingenieurgesellschaft Brilon Bondzio Weiser GmbH (BBW) in Bochum präsentierten am Mittwoch im Bauausschuss die Pläne für das Bauprojekt. Klug erklärte, diese Baumaßnahme sei der Landesregierung sehr wichtig. Die Gesamtkosten bezifferte Richard Baumert von BBW auf rund 50 Millionen Euro. Denn für den „Vollanschluss Messe“ müsste unter anderem eine Brücke über Autobahn und Fluss gebaut werden. Eine Straße unter den Bahnlinien würde nach Angaben des Ministeriums dann wieder zurück zur Autobahn führen. 

Baumert erwartet im Messe-Umfeld künftig noch mehr Verkehr, wenn die Messe zu einem Gewerbepark umgebaut und auf dem Milchhof-Gelände ein Möbelmarkt entstehen werde. Er warb für die Baumaßnahme, denn nach seinen Untersuchungen würden vor allem die Stadtteile Alt-Saarbrücken und Malstatt vom Verkehr entlastet. Baumert informierte auch darüber, dass die Malstatter Brücke ersetzt werden müsse. Nach seinem Modell könnten die Autobahnauf- und -abfahrt an der Malstatter Brücke wegfallen und stattdessen eine dritte Fahrspur eingerichtet werden. Das helfe, um Staus zu vermeiden. Astrid Klug sagte, die ersten Gespräche mit dem Bund seien positiv verlaufen, die Saar und die Bahnlinien nun einmal vorgegeben. „Jetzt müssen wir mit dem Projekt beim Bund ins Rennen gehen.“ Sie wies darauf hin, dass auch die Stadt Saarbrücken einen Teil der Kosten übernehmen muss. Wie viel, stehe noch nicht fest. „Der Großteil soll aber vom Bund kommen.“ 

Gibt es bereits einen Zeitplan?, wollten die Ausschussmitglieder wissen. Klug: „Wir stehen noch ganz am Anfang.“ Die Abteilungsleiterin hob aber die Vorteile des „Vollanschlusses“ hervor: die Stadtautobahn und die Stadt Saarbrücken würden von Verkehr entlastet: „Es gibt keine andere machbare Lösung.“

@Quelle: Saarbrücker-Zeitung 09. Juli 2016, 02:00 Uhr